Ohne Moos, nix los!
Wir kontieren alle. Zählen, buchen, planen, vergleichen, simulieren, hoffen, bangen und fluchen! Es könnte besser laufen. Es müsste besser laufen. All dies trifft auch auf den Verband zu.
Vor einem Jahr durfte ich meine Arbeit für den Biokreis beginnen. Ein bewegtes und bewegendes Jahr. 30 Millionen Sekunden und gefühlt 30 Millionen Neuigkeiten, Entscheidungen, Überraschungen und Ideen.
Wir kontieren alle. Zählen, buchen, planen, vergleichen, simulieren, hoffen, bangen und fluchen! Es könnte besser laufen. Es müsste besser laufen. All dies trifft auch auf den Verband zu.
Die deutsche Bio-Branche hat sich in einer gemeinsamen Initiative klar positioniert: Gegen Greenwashing – ja. Aber gleichzeitig dafür, dass ökologische Erzeugerinnen und Erzeuger ihre nachweisbaren Umweltleistungen weiterhin klar benennen und damit werben können, ohne in einen rechtsunsicheren Graubereich zu geraten – die Kernbotschaft: Die Umsetzung der EU-Regeln zur Umweltkommunikation muss so gestaltet werden, dass Bio-Produkte nicht unerwartet eingeschränkt oder benachteiligt werden.
Die Branche entwickelt sich rasant – das ist eine Chance, die wir ergreifen! Neue Allianzen entstehen, frische Wege werden eingeschlagen und auch wir beziehen neue Räume.
Auch heute noch zeichnet sich die Ökolandwirtschaft durch eine gute Vernetzung aus. Bio-Betriebe sind in Verbänden organisiert, Bio-Verbände sind in Dachverbänden vereinigt, Forschungsprojekte bringen Menschen aus Praxis und Wissenschaft zusammen, und der Absatz der Produkte wird über Wertschöpfungsketten organisiert.
150 Betriebe wurden ausgewählt – mehr als doppelt so viele hatten sich beworben. „Das spiegelt die Interessenlage der Landwirtschaft wider“, sagt Stephanie Stragies vom BÖLW, verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des HumusKlimaNetz.
Bei der Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger KG aus Neumarkt in der Oberpfalz wird Gemeinwohl groß geschrieben. Inhaber Johannes Ehrnsperger erklärt im Interview Hintergründe, Maßnahmen und die Einbindung von Landwirtschaft, Belegschaft und Verbraucherschaft. Gemeinwohl ist nicht in jedem Unternehmen ein so zentrales Thema wie bei der Neumarkter Lammsbräu. Warum fühlen Sie sich dem Gemeinwohl verpflichtet? Unser Anliegen ist es, einen Beitrag …
Gemeinwohl: Ein in der Alltagssprache wenig verwendeter und etwas theoretischer Begriff meint nichts anderes als das Wohlergehen jedes einzelnen Menschen innerhalb einer Gemeinschaft – welches jedoch allzu oft in Unvereinbarkeit mit den Interessen Einzelner steht. Und dieses Interesse bedeutet leider nicht selten: Profit.
Das allgemeine Wohl betreffend. Politisch-soziologische Bezeichnung für das Gemein- oder Gesamtinteresse einer Gesellschaft, das oft als Gegensatz zum Individual oder Gruppeninteresse gesetzt wird. Dabei wird i. d. R. übersehen, dass in pluralistischen, offenen Gesellschaften die konkrete inhaltliche Bestimmung des G. immer von den Interessen und Zielen derjenigen abhängig ist, die sich auf das G. berufen und das G. bestimmen (wollen) …
Eine Enzyklika mit diesem Titel veröffentlichte Papst Franziskus im Mai 2015, in der es im Wesentlichen um „die Sorge für das gemeinsame Haus“ geht. Laut dieser soll der Mensch Gottes Land nicht nur bebauen, sondern auch behüten. In seinem Text verurteilt der Papst massiv das Artensterben, das Streben nach Wachstum, welches die Endlichkeit der Ressourcen der Erde ignoriert, sowie eine Politik, die bei jedem Regierungswechsel die Bemühungen im Hinblick auf Umwelt- und Klimaschutz ändere und damit Zeit und Kosten verschwende.
Bei uns leben etwa doppelt so viele Insekten-Arten, und auch die Menge an Insekten ist etwa doppelt so hoch, verglichen mit dem NRW-Durchschnitt. Auch das ist einer unserer Beiträge gegen das Artensterben. Und damit ein Beitrag, der eigentlich dem Gemeinwohl – also der Allgemeinheit – zu Gute kommt.
Bei Con-Oeko vereinen sich soziale und ökologische Landwirtschaft. Der Gewinn wird dabei nicht über Geld definiert. Ein schönes Zuhause für Kinder schaffen – darin bestand die Motivation des Gründers Dr. Peter Schopf, als er 2006 in Bad Griesbach im Landkreis Passau einen niederbayerischen Vierseithof kaufte, um diesen zu einem lebenswerten und sicheren Ort für traumatisierte Kinder umzubauen. Erste Kinder und …
Warum und wie über das eigene Engagement kommuniziert werden sollte. Gutes Handeln allein reicht nicht aus, es muss auch sichtbar gemacht werden, damit es seine volle Wirkung entfalten kann und zur Nachahmung anregt. Diese Erkenntnis prägte die Entwicklung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und findet besonders in den Bereichen ihren Ausdruck, in denen soziale und ökologische Verantwortung eine Rolle spielen. Unternehmen …
Sich selbst etwas Gutes zu tun – dieser Gedanke stand am Anfang des Lavendelanbaus, mit dem der gelernte Garten- und Landschaftsbauer Matthias Tafelmeier vor fünf Jahren begann.
Wenn Landwirt:innen im Kräuteranbau nach alternativen Einkommensquellen suchen, müssen sie beachten, dass die Hürden hier sehr hoch sind. Nötig sind auf jeden Fall zum Teil hohe Anfangsinvestitionen, ein langer Atem und die Bereitschaft, sich regelrecht hineinzufuchsen.
Es ist das erste Kraut, das auf den Äckern der Familie Hiermeier wächst: der schlanke bis gedrungene einjährige Schwarzkümmel, der an Höhe bis zu 80 cm erreicht und in dessen Früchten zahlreiche schwärzliche Samen enthalten sind.
Auf Englisch spricht man von „Medicinal and Aromatic plants“, das heißt also, es geht um Pflanzen, die über eine heilende Wirkung oder ein besonderes Aroma verfügen. Diese zeichnen sich durch sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe aus. Dabei gibt es durchaus Unschärfen. Meerrettich etwa zählt einerseits als Gemüse, andererseits aber auch als Heilpflanze.
Seit 20 Jahren wird in der ehemaligen Nürnberger Stadtgärtnerei auf 1400 Quadratmetern Kräuteranbau im Gewächshaus betrieben und ganzjährig über einen Hofverkauf mit 800 Quadratmetern Fläche vermarktet.
Ein Forschungsprojekt der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und der Universität Passau: „Future Crop Farming – Pflanzenbausysteme der Zukunft“ ist der Titel des Vorhabens, welches das Ziel verfolgt, die Produktion hochwertiger Nahrungsmittel und Rohstoffe mit den im Ackerbau steigenden Anforderungen zum Schutz von Boden, Klima, Wasser und Biodiversität zu verknüpfen.
Aus der Vergangenheit lernen und so in die Zukunft mähen – dafür steht heute das Doppelmessermähwerk.
Mit seiner „Bienenkugel“ hat Andreas Heidinger eine runde Behausung entwickelt – und will damit die Honigbiene als Schlüsseltier für die Artenvielfalt in die Landwirtschaft integrieren.
In Deutschland existieren mehr als 560 Wildbienenarten, die ganz verschiedene Lebensweisen haben. Knapp 50 Prozent sind als bestandsgefährdet eingestuft. Der Großteil von ihnen, circa 51 Prozent, bewohnt offene Bodenflächen in selbst gegrabenen Nestern.
Die Gewinner:innen des Wettbewerbs Bayerns beste Bioprodukte, ausgeschrieben von der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ), machen neugierig.
Solarparks und Agri-PV-Anlagen prägen die Landwirtschaft immer mehr. Rebekka Blessenohl, Referentin für Erneuerbare Energien und Naturschutz beim Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), erklärt, wie dort trotzdem die Artenvielfalt gefördert werden kann.
Auf dem ersten Biobauerntag am diesjährigen Oktoberfest wurde Anna-Lena Dworschak (23) zur Bio-Königin gekrönt. Im Familienbetrieb Dworschak & Sohn, der Mitglied im Biokreis ist, wirkt die Agraringenieurin seit einem Jahr als „Frau für alles“. Ob Melken, Personalverwaltung oder Buchhaltung – sie unterstützt das Unternehmen, zu dem seit 2022 auch noch ein Milchviehbetrieb im Steigerwald gehört, vielfältig. Mit uns sprach die Nürnbergerin im Tischgespräch über Bio als Lebensgefühl, die eigenen Präferenzen beim Kochen und Genießen und ihre Ziele als Botschafterin für die Bio-Branche …
Wer die Rahmenbedingungen für Stellung und Ausbau der Ökolandwirtschaft verbessern will, hat nur eine Wahl: Haltung zeigen. Sonst beackern das Feld der politischen Gestaltung andere.
In einer Studie fand man heraus, dass sich 70 Prozent der Befragten Produktinformationen auf der Verpackung wünschen. Sprache spielt an dieser Stelle also eine tragende Rolle.
Wer das Thema Verpackungen aufrollen will, hat nach und nach das Gefühl, in eine endlose Spirale von Fragestellungen zu geraten. Zum einen gibt es für Lebensmittel selbst spezielle Anforderungen, was das Drumherum betrifft, zum anderen scheint die Bio-Verbraucherschaft noch einmal individuellere Wünsche zu haben.
Die Wenigsten tragen heutzutage ihre Milch in der Milchkanne nach Hause. Im Biokreis haben sich Milch-Vermarktende für unterschiedliche Behälter entschieden, um der Kundschaft ihre Milch anzubieten. Wir haben uns diese mal genauer angesehen.
Vor allem bei der Bio-Käuferschaft ist eine nachhaltige Verpackung ausschlaggebend für die Kaufentscheidung. Ulrike Schaal erklärt im Interview, was die Bio-Kundschaft erwartet und wie Lebensmittelhersteller darauf reagieren.
Für viele Landwirt:innen widersprechen Bäume auf dem Acker allem, was sie bisher gehört haben. Doch angesichts aktueller Herausforderungen wird das traditionelle System aus alten Zeiten – das Ackern unter Bäumen – unter dem Fachbegriff „Agroforstwirtschaft“ neu entdeckt. Besonders im Ökolandbau, wo ohnehin eine extensive Bewirtschaftung stattfindet, scheint dieses neue und alte Konzept interessant zu sein.
Im Juni wird das Europaparlament neu gewählt. Wir haben aktuell im Gremium vertretene Parteien gefragt, wie sie zur GAP 2027 stehen.
Die Debatte um die Deregulierung der Neuen Gentechnik wird die Europawahl begleiten. Wir haben die im Gremium vertretenen Parteien nach ihrem Standpunkt gefragt.
Freihandelsabkommen wie Mercosur sind umstritten. Aber wie stehen die aktuell im Gremium vertretenen Parteien dazu?
Herbert Pickel hat über Jahre eine genaue Vorstellung von einem Agroforst-Konzept auf seinem Betrieb entwickelt. Jetzt will er endlich in die Gänge kommen.
Mit Pappelreihen sollen die Kulturen auf einem Acker künftig vor Wind geschützt werden. Ein Versuchsprojekt auf dem Biokreis-Betrieb von Dirk Barthel.
Die Hecke ist ein landwirtschaftliches Strukturelement, das über lange Zeiträume wirkt. Biokreis-Landwirt Jochen Fritz weiß um ihre Stärken.
Christa Schlögel hat das Konzept ihres Betriebs darauf ausgelegt, ihn alleine zu leiten.
Über drei Jahre hinweg wurden Landwirtinnen hinsichtlich ihrer Lebensentwürfe, Wünsche und Sorgen befragt. Im Interview erklärt Janna Luisa Pieper, welchen besonderen Risiken sie ausgesetzt sind.
Derzeit scheinen Biokreis-Betriebe Innovation aus der alten Tradition zu schöpfen. Käsereien etablieren sich wieder vermehrt auf den Bauernhöfen.
Andre Tholen produziert auf seinem Kollweider Hof selbstkreierte Jersey-Spezialitäten.
Noch mehr als wir sind Insekten dem Klimawandel unmittelbar ausgesetzt. Um mit der Erderwärmung zurecht zu kommen, unterstützen Imker:innen ihre Honigbienen mit all ihrem Wissen und Können.
Biokreis-Imkereiberater Eddie Obika hat auf seinem Betrieb in München-Feldmoching das Management der Stadtimkerei perfektioniert.
Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Imkerei werden in den letzten Jahren immer deutlicher, besonders bei den Extremen. Doch für die Gesundheit der Bienen im Klimawandel spielen auch Parasiten eine Rolle.
Die Welt der Bienen ist im Wandel. Milde Winter und heiße Sommer gehören mittlerweile zur neuen Normalität. Möglichkeiten für den Ertragsausgleich in heißen Zeiten.
Dr. Marina Meixner über die Gefahr von Wetterextremen für Bienen und welche neuen Wege Imker:innen nun gehen sollten.
Die selbstständige Sporttherapeutin Laura Winhart bewirtschaftet mit ihrer Familie im Nebenerwerb einen Zucht-Betrieb mit Angusrindern und engagiert sich stark für die Aufklärung der Verbraucherschaft auf Social Media.
In die Entwicklung von Fleisch-Alternativen fließen viele Ressourcen. Wie wäre es mit der Option, die verbreitete Ernährung zugunsten frischer natürlicher Lebensmittel zu ändern statt sie zu ersetzen?
Herbst 2022 – die EU-Vorschriften sind endlich gültig, (teil-)mobiles Schlachten wird möglich gemacht. Wir haben uns auf den Weg gemacht, die neuen Möglichkeiten umzusetzen.
Ende Mai organisierte der Biokreis eine Online-Veranstaltung zum aktuellen Stand der Zucht von Zweinutzungs-hühnern. Die ÖTZ berichtete über Zuchterfolge, Fütterung und Perspektiven für das Zweinutzungshuhn.
Immer wieder habe ich meinen Arbeitskolleg:innen vorgeschwärmt, wie gut ein Braten vom Zweinutzungshahn ist. Ein Erfahrungs- und Genussbericht.
Prof. Dr. rer. nat. Monika Gibis forscht und lehrt an der Universität Hohenheim im Fachgebiet Lebensmittelmaterialwissenschaft und beschäftigt sich unter anderem mit Fleischkonsum.
Einen gemischten Landwirtschaftsbetrieb mit landwirtschaftlicher Nutzfläche, Legehennen, Mutterkühen und eigenem Hofladen führt Biokreis-Junglandwirt Johannes Bexten.
Im Interview erzählt Biokreis-Junglandwirtin Juliane Thiele von ihrem Betrieb und den Herausforderungen in der biologischen Landwirtschaft. Dass auch größere Betriebe die Natur und das Tier im Blick behalten können, lebt sie erfolgreich vor.