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Spitzbuben … ein feines Weihnachtsgebäck. Geliebt nicht nur von Simon Krischer
Über 30 Millionen. So viele Sekunden hat ein Jahr. Vor einem Jahr durfte ich meine Arbeit für den Biokreis beginnen. Ein bewegtes und bewegendes Jahr. 30 Millionen Sekunden und gefühlt 30 Millionen Neuigkeiten, Entscheidungen, Überraschungen und Ideen. Nicht von mir, sondern von unserem ganzen Team. Nun neigt sich auch das kalendarische Jahr seinem Ende zu, der erste Schnee hat sich blicken lassen und viele von Euch werden diese BioNachrichten mit den ersten selbst gebackenen Weihnachtsplätzchen in der Hand lesen. So soll es sein! Meine persönlichen Lieblinge sind ja Spitzbuben, aber just heute nach dem Schreiben dieses Editorials werden wir zu Hause Lebkuchen mit Biokreis-Honig backen.
Was haben wir alles erreicht? Extreme Markenstärkung des Biokreis im Markt, starke Allianzen in der Branche, Digitalisierung und Professionalisierung der internen Prozesse, komplette Neustrukturierung der technischen Infrastrukturen aller Dienste nach außen, viele neue Köpfe im Team und natürlich den Umzug. Sicher habe ich hier einiges vergessen (das eine bewusst, das andere unbewusst), sicher werden auch die spürbaren und sichtbaren Konsequenzen von einigen Punkten erst im kommenden Jahr richtig nach außen aufpoppen, aber die Basis ist geschaffen!
Wir stehen also mit einer der stärksten Bio-Marken in der Hand, als grandioses Team, technisch und räumlich gut aufgestellt, mit guten Zahlen und wachsenden Mitglieder- & Flächendaten, in einem saugenden, steigenden und zukunftssichernden Markt. Woah! „Läuft“, würde ich sagen.
Natürlich gibt es auch Herausforderungen. Das möchte ich nicht leugnen. Politisch, gesellschaftlich und gewiss auch runtergebrochen auf unsere Branche – interne. An Herausforderungen wächst man.
Erfolge und Fortschritte sind bedeutsam, doch sie entfalten erst ihre wahre Wirkung, wenn wir sie im größeren Kontext unserer Zeit betrachten. Denn neben all dem, was wir im Biokreis bewegen konnten, erleben wir weltweit Entwicklungen, die uns demütig machen und zugleich daran erinnern, wie wertvoll Frieden, Stabilität und Miteinander sind.
Vielen, überall auf unserer kleinen Welt, geht es nicht gut. Vielen geht es sehr schlecht. Vor einigen Tagen war ich Gast im Museum des Dreißigjährigen Krieges in Wittstock. Erschütternd und ernüchternd, wie wenig der Mensch aus der Vergangenheit lernt. Es ist auch deshalb etwas besonders Wertvolles, Teil einer Gemeinschaft wie unserem Biokreis zu sein. Wir sind nicht allein und können voneinander lernen.
Wird 2026 ein ruhiges Jahr? Nein, sicher nicht! Hoffentlich nicht! Ich freue mich auf die nächsten 30 Millionen aufregenden Sekunden.
Ich wünsche uns allen gesunde, friedliche und glückliche Weihnachtstage.
