Hej Kanelbulle

Von Gabi Kunz | Gepostet am 28.09.2026

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Schwedens Zimtschnecke neu interpretiert – mit Honig und Pistaziencreme

Wer in Schweden Kanelbulle sagt , meint weit mehr als eine Zimtschnecke. Die kleine geknotete Hefeschnecke gehört zur schwedischen Fika, der traditionellen Kaffeepause, bei der es um ein gemütliches Zusammensein mit Kolleg:innen, Freunden oder der Familie geht. Die Hefeschnecke hat so einen festen Platz in der schwedischen Esskultur, dass ihr eigens ein Feiertag gewidmet ist: Am 4. Oktober wird jedes Jahr der Kanelbullens dag gefeiert.

Die klassisch schwedische Version der Hefeschnecke ist eher zurückhaltend. In den Hefeteig kommt Kardamom, gefüllt wird mit Butter, Zucker und Zimt und bestreut wird mit Hagelzucker. Anders bei der amerikanischen Version, der Cinnamon Rolls. Fantasievolle Veredelungsideen mit diversen Füllungen und Dekorationen sind absolut im Trend. Dabei ist für jeden Geschmack etwas dabei. Gefüllt mit Apfel, Beeren, Schokolade, Marzipan oder Pistaziencreme etc. werden sie hübsch mit Zuckerguss, gerösteten Nüssen und verschiedenen Toppings oder Frostings, meist gepaart mit Frischkäse oder Schmand, dekoriert. Der Teig ist fluffig und weich und sollte schon fast im Mund zergehen.

Zwei Welten treffen nun also aufeinander. Vor allem in den Großstädten tauchen immer mehr letztere auf. Bäckereien und Cafés, die das traditionelle Prinzip der Kanelbulle mit dem amerikanischen Verständnis von »mehr ist mehr« verbinden. Eigene Trend-Läden wie z. B. die Kölner Kette Cinnamood oder auch die Berliner Bio-Bäckerei Zeit für Brot ziehen immer mehr Menschen vor die Ladentheke. Die Hefeschnecke hat sich längst zum Szenegebäck und Social Media-Star gemausert. Aus dem einfachen Gebäck wurde ein Dessert, das sich perfekt fotografieren und teilen lässt.

Ob der Zimtschnecken-Hype genauso groß wird wie der um Cronuts oder Donuts wird sich zeigen. Ob traditionell oder neu interpretiert muss jeder für sich entscheiden. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Aber was Süßes geht doch eigentlich immer, oder?

Pistazien-Zimt-Schnecken:

Zutaten

… für den Hefeteig:
500 g Weizenmehl
½ TL Salz
80 g Zucker
210 ml Milch (lauwarm)
1 Ei
20 g frische Hefe
80 g Butter (zimmerwarm)

… für die Füllung:
200 g Pistazien (geschält, ungesalzen)
2 EL Honig
1 TL Zimt
80 g Butter
3 EL Schlagsahne (optional)

… für das Topping:
Pistaziencreme
etwas Frischkäse
1 Prise Salz
1 EL Honig
3 EL Schlagsahne

Mehl in eine Schüssel sieben und mit dem Salz mischen. Zucker, Milch, Ei und Butter hinzugeben. Die Hefe dazu bröckeln. Auf niedriger Stufe für etwa 5 Minuten zu einem geschmeidigen Hefeteig kneten. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort für etwa 1 ½ Stunden gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Dafür Pistazien in einem Mixer zerkleinern. Butter schmelzen. Pistazien, Honig und Zimt zugeben und mit einem Pürierstab zu einer cremigen Masse rühren. Sollte sie zu fest sein, ein wenig Schlagsahne dazugeben. 

Den Hefeteig auf etwas Mehl in ein ca. 35 x 50 cm großes Rechteck ausrollen. Die Füllung bis an die Ränder streichen (etwas für das Topping zurücklassen), mit einem scharfen Messer in 12 Streifen schneiden und einzeln aufrollen. Die Rollen in eine gebutterte Auflaufform setzen. Nochmals 30 bis 40 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 180 Grad (Ober-/ Unterhitze) vorheizen und die Hefeschnecken für 25–30 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Auskühlen lassen.

Für das Topping etwas Pistaziencreme, Frischkäse, Sahne, Honig und eine Prise Salz vermischen Die abgekühlten Schnecken damit bestreichen und mit ein paar gehackten Pistazien dekorieren.

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Gabi Kunz

Gabi Kunz arbeitet beim Biokreis im Bereich Kommunikation und Online-Medien.