BIO COMPANY gewinnt Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2024

Von Biokreis-Redaktion | Gepostet am 01.11.2023

Like and share

Auf WhatsApp teilenAuf LinkedIn teilenAuf Twitter teilen

Die Bio-Supermarktkette BIO COMPANY ist mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2024 ausgezeichnet worden. Sie ging unter den Finalisten als Sieger hervor und wurde damit zum „Vorreiter der Transformation“ gekürt im Bereich „Lebensmittel-Einzelhandel“.

In der Begründung der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis (DNP) heißt es: „Die BIO COMPANY SE ist ein Leuchtturm im Lebensmittel-Einzelhandel. Nachhaltiges Engagement ist seit Gründung in ihren Grundsätzen verankert. Beispielhaft wird eine ressourcenschonende Lebensmittelproduktion auf Basis engagierter biologischer Landwirtschaft gefördert. Nachhaltige Ernährungssysteme orientiert am Gemeinwohl werden unterstützt. Ressourcenverschwendung durch Food Waste bekämpft. So schlägt BIO COMPANY eine transformative Brücke vom Produzenten zum Konsumenten.“ Weiter heißt es: „Die Juroren haben sich mit Expertise, Augenmaß und Mut für diejenigen Unternehmen entschieden, die aus ihrer Sicht in diesem Jahr die nachhaltige Transformation in ihren Branchen anführen.“

Weitreichendes Engagement

Die BIO COMPANY setzt sich seit Jahren für nachhaltige Lösungen ein, beispielsweise auch im Wirken gegen die Lebensmittelverschwendung. So ist sie bereits seit 2012 Gründungspartner von foodsharing und bietet seit 2021 zusätzlich in allen Filialen TooGoodToGo-Pakete an. Auch im Bereich Verpackungsvermeidung und Müllreduktion hat das Unternehmen viele Maßnahmen realisiert. So ist sie ebenfalls seit der Gründungsphase in 2019 Partner von PFABO (kurz für Pfandbox) und bietet diese Mehrweglösung in allen Filialen an. Das Mehrwegsystem in unterschiedlichen Größen wird für lose Waren in den Frischebereichen genutzt, um Verpackungen zu vermeiden. So gibt es sie an der Backtheke, ebenso wie an der Fleisch- und Wursttheke. Sie kostet 5 Euro Pfand, das nach Rückgabe wieder ausgezahlt wird. Aber auch kundeneigene Behältnisse sind einsetzbar. Ausgewählte Filialen bieten zudem eine Unverpackt-Station an, durch die die Kunden lose Ware selbst abfüllen können.

Das Mehrwegangebot ist groß, vor allem im Getränke- und im Molkereibereich. Es werden keine Einwegpfand-pflichtigen Produkte geführt. Obst und Gemüse wird zudem zu 92 Prozent unverpackt angeboten. 2021 wurde der Ökobon eingeführt, die umweltfreundliche Alternative zum herkömmlichen Thermopapier. Er kann über das Altpapier entsorgt werden, da er frei von chemischen Farbentwicklern ist. Auch die Logistik spart die BIO COMPANY bei der Verpackungs- und Müllvermeidung nicht aus: Die Transportsicherung der Waren auf den Rollwagen erfolgt beim hauseigenen Bio-Großhändler Midgard durch wiederverwendbare Fallschutztüren sowie Mehrwegtransportkisten, statt durch Plastikfolie.
Die Verpackungen der Eigenmarken-Produkte werden mit so wenig Material wie möglich, aber so viel wie nötig gestaltet und sind zu 100 Prozent recycelbar. Sie tragen zudem das Label „Oft länger gut“.
Denn Lebensmittel, die das MHD überschritten haben, sind nicht automatisch verdorben. Damit will
die BIO COMPANY ein Zeichen setzen gegen die Lebensmittelverschwendung.

Berliner Wurzeln seit 1999

Als Bündnispartner und Gründungsmitglied des Bündnisses für eine enkeltaugliche
Landwirtschaft e.V. setzt sich BIO COMPANY, gemeinsam mit anderen Akteuren, für die Erhaltung
der Lebensgrundlagen künftiger Generationen ein. Die BIO COMPANY ist ein echter Berliner: Gegründet 1999 in Berlin-Charlottenburg führt sie mittlerweile über 60 Filialen, schwerpunktmäßig in der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Ihre Expertise ist, dass sie einen größtmöglichen Anteil regionaler Waren anbietet, um Frische zu garantieren, längere Transportwege und CO2 zu vermeiden, ebenso wie die regionale Wirtschaft zu stärken. Von der Zeitschrift Lebensmittelpraxis und der Grünen Woche hat sie bereits den „Regionalstar“ als Auszeichnung erhalten. Ebenso erhielt sie 2023 den Green Buddy Award für ihr umfangreiches, nachhaltiges Engagement gegen den Verpackungsmüll sowie Lösungen wie PFABO.

Biokreis-Redaktion